Pflege im Alter: «Bei meiner Ausbildung ist vor allem das Interesse an Menschen wichtig»
Sarah steckt mitten in ihrer dreijährigen Ausbildung zur Aktivierungsfachfrau HF im BSB Pflegezentrum Burgfelderhof. Warum eine abwechslungsreiche Alltagsgestaltung für die älteren Menschen wesentlich ist, erklärt sie im Interview.
Die 25-Jährige hat einen guten Draht zu den betagten Menschen, das merkt man rasch: Die Sonne scheint hell durch die grossen Fenster im vierten Stock des BSB Pflegezentrums Burgfelderhof und lockt mehrere Bewohnende aus ihren Zimmern. Im Vorbeigehen bleibt Sarah kurz stehen, wechselt ein paar Worte und ein Lächeln.
Die Betreuungsarbeit steht im Vordergrund
Die gelernte Fachfrau Gesundheit startete im Sommer vor zwei Jahren eine zweite Ausbildung zur Aktivierungsfachfrau HF, weil sie sich nach ein paar Jahren bei der Spitex mehr Zeit für die Betreuungsarbeit wünschte. Ihre erste Ausbildung absolvierte sie als Fachfrau Gesundheit. Den Unterricht besucht sie im «Medi» in Bern, das praktische Fachwissen lernt sie im Burgfelderhof. In den ersten beiden Jahren arbeitet sie in der offenen Abteilung im vierten Stock des Pflegezentrums Burgfelderhof; im dritten und letzten Ausbildungsjahr wechselt sie in einen anderen Betrieb, so wie es die Fachschule vorschreibt. Im Burgfelderhof habe sie sich vom ersten Tag an wohlgefühlt, sagt die junge Frau: «Wir haben einen offenen Austausch im Team. Zudem gefällt mir, dass die Bewohnenden hier stark in die Tagesgestaltung integriert werden.» Spannend findet sie auch den Kontakt zu anderen Abteilungen wie Pflege oder Küche, mit denen man Hand in Hand arbeite.
Pflege und Aktivierung führt zu Wertschätzung
«Wer in der Aktivierung arbeiten möchte, sollte vor allem Interesse an den Menschen mitbringen und bereit sein, Neues zu lernen», sagt Sarah. Denn die Angebote reichen von Gymnastik über Handarbeit bis zum Singen in der Gruppe: «Da muss man manchmal über den eigenen Schatten springen. Aber dafür erhalten wir sehr positive Rückmeldungen. Die Bewohnenden fühlen sich wertgeschätzt.»
Die Aktivierung bereichert den Alltag im Pflegeheim
Ihr Ziel sei es, die betagten Menschen entsprechend ihren Ressourcen und Interessen zu fördern. Im Gespräch mit Angehörigen, Pflegepersonal und den Bewohnenden selbst versucht sie herauszufinden, wo die Interessen und Gewohnheiten der älteren Menschen liegen und wie man diese am besten erhalten könnte. Daneben bietet die Aktivierung eine Alltagsgestaltung an. Sie umfasst alle Angebote, die den Alltag der Bewohnenden bereichern und strukturieren, wobei auch hier ihre Interessen im Vordergrund stehen. Sarah: «Das Angebot ist natürlich freiwillig. Aber wir versuchen immer, alle für eine Teilnahme zu motivieren.»
Offene Ausbildungsplätze und Pflegejobs
Zusammenfassung in einfacher Sprache
Sarah hat ihre Ausbildung zur Aktivierungs-Fachfrau HF im BSB Pflegezentrum Burgfelderhof begonnen. Sie macht gerne etwas mit älteren Menschen. Sie sollen körperlich und geistig fit bleiben. Die Bewohnenden freuen sich über die Abwechslung bei Gymnastik, Handarbeit, Singen oder anderen Dingen.