02. August 2022

Neuer Wohnraum für junge Menschen schliesst Lücke

Junge Menschen in Ausbildung, die von IV-Stellen begleitet werden, finden im Wohnhaus Hegenheim wieder ein vorübergehendes Zuhause. Mit einem neuen Betreuungskonzept ermöglicht ihnen das BSB (Bürgerspital Basel) ein relativ selbständiges Leben und Lernen mit beschränkter sozialpädagogischer Betreuung.

Wenn jungen Menschen der Rückhalt in der Familie fehlt, brauchen sie flexible und verlässliche Wohnangebote, die sie während ihrer Ausbildung unterstützen. Gerade in jungen Jahren entwickelt sich das Leben stetig weiter und die Bedürfnisse ändern sich rasch. Dieser Tatsache kommt das BSB mit der Wiedereröffnung des Wohnhauses Hegenheim entgegen. Ab August 2022 bietet es neu so genannte teilstationäre Wohnplätze für insgesamt neun junge Erwachsene zwischen 15 und 25 Jahren an, die eine gewisse Selbständigkeit besitzen oder erreicht haben und von den IV-Stellen zugewiesen werden. Das Wohnhaus wurde während acht Monaten sorgfältig umgebaut.
Begleitung in den Abendstunden

Seit Jahren sind solche Wohnplätze mit reduzierter Betreuung gefragt. Eine sozialpädagogische
Fachkraft ist während der Woche vom Nachmittag bis spät abends vor Ort.
In der übrigen Zeit organisieren sich die jungen Menschen selbständig in unterschiedlich
grossen Wohngemeinschaften, die auf vier Stockwerke verteilt sind.

Eine Lücke schliessen

Mit diesem neuen Wohnangebot mit grossem persönlichen Gestaltungsraum schliesst
das BSB eine Lücke, und zwar zwischen der intensiven rund um die Uhr Betreuung in
einem der vier anderen BSB Wohnhäuser für junge Menschen und dem eigenständigen
Wohnen in Trainingswohnungen mit «nur» 15 Stunden Betreuung monatlich. Insgesamt
stehen für 85 jungen Menschen ab sofort drei verschiedene Wohnmöglichkeiten
zur Verfügung. Bei Bedarf und gemäss ihrer Entwicklung können sie die Wohnform
mit unterschiedlicher Unterstützung wechseln. «Das BSB erweitert damit sein durchlässiges
Angebot in den Bereichen Wohnen, Ausbildung, Arbeiten und berufliche Integration
für Menschen mit Behinderung,» hält Beat Ammann, Direktor BSB, fest. Oberstes
Ziel ist es, dass sie nach Abschluss ihrer Ausbildung vorbereitet sind für ein selbständiges
Leben.

Das BSB in Kürze

Das Bürgerspital Basel, kurz BSB, setzt sich seit über 750 Jahren für die Basler Bevölkerung ein und nimmt sich der stetig ändernden Bedürfnisse der Gesellschaft an. Heute bietet das BSB Menschen im Alter selbstbestimmtes Wohnen mit professionellem Service sowie umfassende Pflege nach höchsten Standards. Mit der grossen Vielfalt von Angeboten erfüllt das BSB auch die unterschiedlichsten Bedürfnisse für Menschen mit Behinderung: Sie finden beim BSB angepasste Arbeitsplätze und passende Wohnformen und erhalten dank Abklärungen, Schnupperlehren und Ausbildungen eine berufliche Perspektive. Damit sorgt das BSB für ihre berufliche und gesellschaftliche Integration. Das BSB ist ein Unternehmen der Bürgergemeinde Basel und leistet einen substanziellen Beitrag zum sozialen Gefüge Basels.
In Zahlen: Das BSB ist im Grossraum Basel der grösste Anbieter für die Betreuung von Menschen im Alter

und für die Integration von Menschen mit Behinderung. Es beschäftigt rund 1‘500 Mitarbeitende, davon über 500 mit einer IV-Rente. Jedes Jahr beginnen rund 80 Lernende und Studierende eine Ausbildung, davon etwa 40 in einer IV-Massnahme. Das BSB führt 200 altersgerechte Wohnungen mit professionellem Service an sieben Standorten und bietet 400 Pflegeplätze in fünf Wohn- und Pflegezentren mit unterschiedlichen Spezialisierungen. Menschen mit einer IV-Rente oder Menschen, die sich in einer beruflichen Massnahme befinden, stehen rund 200 Wohnplätze in zehn Wohnhäusern und separaten Wohnungen in verschiedenen Quartieren offen. Die 20 Produktions- und Dienstleistungsbetriebe schaffen vielfältige Arbeits- und Ausbildungsplätze.

Medienkontakt


Karin Hadorn-Janetschek
Telefon +41 61 326 74 49
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