Selbstbestimmt leben, ambulant zuhause unterstützt werden
Ambulante Unterstützung ist gefragt. Das BSB gestaltet diesen gesellschaftlichen Wandel aktiv mit. Erfahren Sie, welche Rolle die ambulante psychosoziale Betreuung dabei spielt und wie dadurch stationäre Angebote sinnvoll ergänzt werden.
Immer mehr ältere Menschen und Menschen mit Behinderung wünschen sich, in ihrem vertrauten Wohn- oder Arbeitsumfeld unterstützt zu werden, ohne dabei auf stationäre Angebote angewiesen zu sein. Dieser Wunsch nach Selbstbestimmung, Teilhabe und Unterstützung zuhause trifft auf einen gesellschaftlichen Wandel und auf das Engagement des BSB, das seine ambulanten Angebote konsequent ausbaut.
Ambulante Unterstützung zuhause für ältere Menschen
«Die Schweizer Bevölkerung wird älter und mit ihr wächst der Wunsch, möglichst lange selbstbestimmt, eingebunden und in den eigenen vier Wänden zu leben», erklärt Franziska Reinhard, Leiterin des Geschäftsfelds Betreuung Betagte. «Wir begegnen dieser Entwicklung mit einem konsequenten Ausbau unserer ambulanten sozialen und gesundheitlichen Dienstleistungen.»
Das BSB setzt dabei auf eine Kombination aus altersgerechtem Wohnen mit Service und mobiler Pflege- und Betreuungsleistung. Seit 2025 bietet das BSB erstmals mehr Wohnungen mit Service als klassische Pflegebetten an: rund 400 Pflegebetten stehen mehr als 400 altersgerechten Wohnungen gegenüber. Diese bieten eine flexible Umgebung, die Selbstständigkeit fördert und gleichzeitig bei Bedarf Pflege und Unterstützung sichert, insbesondere für Menschen ohne tragfähiges soziales Netzwerk.
Moderne Technologien wie Telemedizin, digitale Assistenzsysteme und eine engere interdisziplinäre Zusammenarbeit verbessern die Betreuung nachhaltig.
Ambulante Betreuung zuhause für Menschen mit Behinderung
«Unsere Vision ist eine inklusive Gesellschaft, in der jeder Mensch sein Leben gemäss seinen Wünschen gestalten kann», betont Marcel Hügi, Leiter des Geschäftsfelds Integration. Menschen mit Behinderung entscheiden selbst, wo und wie sie wohnen, arbeiten und leben. Ambulante Begleitung unterstützt sie individuell und mitten im Alltag.
Das BSB baut daher gezielt die ambulante Wohn- und Arbeitsbegleitung aus. Die Angebote reichen von individueller Beratung über individuelle Unterstützung im Haushalt bis hin zur Begleitung am Arbeitsplatz. Ziel ist es, die Selbstsorge, die soziale Teilhabe und die berufliche Integration nachhaltig zu stärken. Stationäre Angebote bleiben weiterhin bestehen, richten sich aber zunehmend an Menschen mit intensiverem Unterstützungsbedarf.»
Gemeinschaft und Betreuung im Socin Haus
Ein Leuchtturmprojekt dieses neuen Denkens ist das Socin Haus, das im Oktober 2025 eröffnet wurde. Das Haus an der Socinstrasse 55 vereint unter einem Dach ältere Menschen, Menschen mit Behinderung und Studierende. Im Sinne des Community-Care-Modells entsteht hier eine lebendige, inklusive Hausgemeinschaft.
Das Café-Bistro ist Treffpunkt für Bewohnende, Nachbarschaft und Besuchende. Die Bewohnenden unterstützen sich gegenseitig im Alltag und erhalten bei Bedarf ambulante Hilfe durch das BSB. So entstehen neue Formen des Miteinanders, die der Einsamkeit vorbeugen, den Generationendialog fördern und die Selbstbestimmung erfahrbar machen.
Ambulante Begleitung zuhause wird ausgebaut
Daniel Stolz, Direktor «Das BSB baut die ambulanten Angebote strategisch aus und setzt damit ein klares Zeichen für eine moderne, menschliche Betreuungskultur. Wir reagieren nicht nur auf gesellschaftliche Bedürfnisse, sondern gestalten die Entwicklung aktiv, nahbar und flexibel mit. Die ambulante Betreuung ergänzt unsere stationären Angebote und unterstützt Menschen dort, wo sie leben möchten: mitten im Leben.»
Zusammenfassung in einfacher Sprache
Viele ältere Menschen und Menschen mit Behinderung wünschen zu Hause zu leben und dort Hilfe zu erhalten. Das BSB hilft ihnen. Daniel Stolz, Franziska Reinhard und Marcel Hügi sind in der Geschäftsleitung des BSB. Sie meinen: Das BSB bietet mehr Unterstützung zuhause an. Die Menschen sollen so leben und arbeiten, wie sie es möchten.