Arbeiten und IV/IV-Rente und Job? Kein Problem dank geschützten Arbeitsplätzen
Einen Job zu haben bedeutet in unserer Gesellschaft viel. Kann man zusätzlich zu einer IV-Rente arbeiten? Das ist häufig unklar. Wie und wo man attraktive Arbeitsplätze mit Begleitung findet, dazu gibt’s hier Antworten.
Menschen mit einer Schweizer IV-Rente arbeiten beim BSB an über 500 attraktiven, geschützten und integrativen Arbeitsplätzen in der Region Basel. Die Mitarbeitenden arbeiten in Produktions- und Dienstleistungsbetrieben oder in Aussengruppen bei qualifizierten Partnerfirmen des BSB im ersten Arbeitsmarkt.
Ein geschützter oder integrativer Arbeitsplatz in Basel
Das BSB bietet Menschen mit einer Schweizer IV-Rente den Zugang zu einem integrativen Arbeitsmarkt oder einem angepassten Arbeitsplatz, der auch als «geschützt» bezeichnet wird. Menschen gehen arbeiten, um Geld für ihren Lebensunterhalt zu verdienen. «Arbeit» bedeutet noch viel mehr: Sie stärkt das Selbstwertgefühl und gibt dem Leben einen Sinn. Der Mensch zeigt sein Können, übernimmt Verantwortung und erfährt Wertschätzung. Der Austausch mit Arbeitskolleginnen und -kollegen vergrössert den eigenen Horizont. Der Tag erhält eine Struktur. Wenn die Arbeitsbedingungen gut sind, wirken sie positiv auf den Menschen. Eine gute und sinnvolle Arbeit ist also sehr wichtig –für Menschen mit und ohne Behinderung.
UNO-Behinderten-Rechts-Konvention und das Recht auf Arbeit
Die Arbeitswelt steht allen Menschen offen. So will es auch die UNO-Behinderten-Rechts-Konvention (UNO-BRK), welche die gleichen Rechte und Möglichkeiten für Menschen mit und ohne Behinderung festhält. Alle Menschen haben Zugang zu allen öffentlichen Orten, Zugang zu Information und Teilhabe an der Gesellschaft. Eine IV-Rente soll die Existenzgrundlagen sichern, wenn Menschen wegen eines körperlichen, psychischen oder geistigen Gesundheitsschadens erwerbsunfähig sind oder werden. In der UNO-BRK steht Im Artikel 27, Arbeit und Beschäftigung: «Die Vertragsstaaten anerkennen das gleiche Recht von Menschen mit Behinderungen auf Arbeit; dies beinhaltet das Recht auf die Möglichkeit, den Lebensunterhalt durch Arbeit zu verdienen, die in einem offenen, integrativen und für Menschen mit Behinderungen zugänglichen Arbeitsmarkt und Arbeitsumfeld frei gewählt oder angenommen wird.»
Die Vorteile des geschützten Arbeitsplatzes
Das BSB bietet den Mitarbeitenden ein Anstellungsverhältnis an einem attraktiven geschützten Arbeitsplatz mit einer sinnvollen, produktiven Arbeit. Das Arbeitsumfeld ist modern und behindertengerecht. Qualifizierte agogische Fachpersonen begleiten und fördern individuell. Persönliche Bezugspersonen und eine interne Sozialberatung begleiten bei der Arbeit und bei persönlichen Anliegen. Gemeinsam werden die Entwicklungsschritte besprochen und Ziele erarbeitet. Regelmässig finden Mitarbeitenden- und Standortgespräche statt. Weiterbildungen, Förderangebote und fünf Wochen Ferien gehören dazu. Die Eingliederung in den allgemeinen Arbeitsmarkt wird stark gefördert.
Eine grosse Vielfalt an geschützten Arbeitsplätzen
Gross ist die Vielfalt an angepassten Arbeitsplätzen beim BSB. «Sei es draussen in der Natur, in der Werkstatt, in der Druckerei, im Garten, bei Renovations- oder Reinigungsarbeiten, in der Logistik, in der Küche oder mit Kundenkontakt, bei Stoffarbeiten, bei routinierten Arbeiten wie Sortieren und Konfektionieren oder bei künstlerischer und kreativer Arbeit. Möglich sind auch Maschinenarbeiten mit Holz und Metall oder Computerarbeit. Wir berücksichtigen die persönlichen Neigungen und Kompetenzen», erklärt Daniel Drzymalla, Betriebsleiter BSB Fertigung & Technik und BSB Spektrum (oben im Bild ganz rechts, links von ihm Fabien Gabriel, Mitarbeiter Fertigung und Technik und Monika Vögele, Leiterin Begleitete Arbeit).
Die Vorteile des integrativen Arbeitsplatzes
Das BSB steht in engem Kontakt mit Partnerfirmen im allgemeinen Arbeitsmarkt. Bei ihnen, direkt vor Ort, begleitet das BSB zahlreiche Mitarbeitende bei Tätigkeiten am integrativen Arbeitsplatz. Angesprochen sind Mitarbeitende, die motiviert, selbständig und pünktlich sind. Sind sie zudem interessiert, neue Aufgaben zu übernehmen, bereiten Betreuungspersonen des BSB sie gezielt darauf vor und unterstützen sie.
Haben Sie eine schweizerische IV-Rente und sind auf Stellensuche?
Besuchen Sie das BSB an einem ersten Mittwoch im Monat. An einem Rundgang durch die BSB-Betriebe erfahren Sie mehr über die Arbeitsmöglichkeiten.
Magazin bg-Post
Dieser Blog erscheint in gedruckter Form im Magazin bg-Post Nr. 174, bei der Bürgergemeinde Basel.